Betreuung

Grundschule Stella Maris wird volle Ganztagsschule

Was bedeutet volle Ganztagsschule?

Die voll gebundene Ganztagsschule An der voll gebundenen Ganztagsschule sind alle Schülerinnen und Schüler an mehr als drei Wochentagen zum ganztägigen Besuch verpflichtet. Unterricht und außerunterrichtliche Angebote wechseln sich an diesen Tagen ab (Rhythmisierung). Das heißt: Unterricht und Zusatzangebote, Pausen und Entspannungsphasen werden über den ganzen Schultag verteilt und in den Tagesablauf integriert. Die gebundenen Formen bieten Gelegenheit, das pädagogische Konzept auf die Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen abzustimmen. Dem oftmals starren traditionellen Schulrhythmus kann damit ein beweglicher Tages- und Wochenrhythmus entgegengesetzt werden, der Rücksicht nimmt auf Bewegungsdrang und Konzentrationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen, auf Lernwünsche und Erholungsbedürfnisse. Der Wechsel von Lern- und Freizeitaktivitäten, von Ruhe und Bewegung, von Anspannung und Entspannung orientiert sich an dem, was Schülerinnen und Schüler für nachhaltiges Lernen, das Spaß macht, brauchen.

Anmeldungen sind ab dem 13.04.2018 möglich.

PRO - Ganztagsbetrieb

Pro

 Als ein Vorteil der Ganztagsschulen gegenüber den Normalschulen wird die Möglichkeit zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern genannt, da es am Nachmittag meist lockerer zugeht als während des morgendlichen Unterrichts; es solle größerer Wert auf offene Lernformen gelegt werden. Die Klassengemeinschaften verbringen längere Zeit zusammen als in anderen Schulen, was das Sozialleben positiv beeinflussen solle. Das intensive Zusammenleben der Schüler unterschiedlicher sozialer/kultureller Herkunft fördere das gegenseitige Verständnis. Des Weiteren kann unter Umständen der Stundenplan (Abfolge der Fächer, Pausen etc.) den Bedürfnissen der Schüler besser angepasst werden. Damit die individuelle Entwicklung einer Persönlichkeit in einer Ganztagsschule nicht zu kurz kommt, werden in den Nachmittagsstunden z.B. mehr künstlerische oder sportliche Fächer untergebracht als in einer Normalschule. Die so genannten Freizeitstunden lassen sich der Idee nach mit den Unterrichtsstunden verschränken. Oftmals werden die Angebote durch externe außerschulische Kooperationspartner durchgeführt. Dadurch findet eine professionelle Kooperation unterschiedlicher Berufskulturen an Ganztagsschulen statt, und Schüler erhalten so die Möglichkeit, Zusatzangebote/Ganztagsangebote kennenzulernen und zu nutzen, zu denen sonst der Zugang erschwert wäre. Vor dem Hintergrund der aktuellen arbeitsmarktpolitischen und demographischen Entwicklung hält man es für sinnvoll, mittels Ganztagsschulen Möglichkeiten zu schaffen, dass beide Elternteile in höherem Umfang am Erwerbsleben teilnehmen können, da die Kinder einen großen Teil des Tages betreut sind. Anders als beim ähnlichen Konzept vormittags Schule, nachmittags Hort ist der Nachmittag meist fest in den schulischen Ablauf – mit klarem und unmissverständlichem Bildungsauftrag – integriert und nicht nur eine erzieherische Betreuung. Befürworter der Ganztagsschule argumentieren des Weiteren mit der PISA-Studie, in der einige Länder mit Ganztagsschultradition besser als Deutschland oder Österreich abgeschnitten haben. Allerdings gibt es auch Gegenbeispiele: Norwegen hat schlechtere, Frankreich ähnliche und Schweden nur bei den ersten Erhebungen geringfügig bessere Ergebnisse als Deutschland erzielt. Es gibt auch zahlreiche Staaten mit Ganztagsschulsystem, die bei PISA schlechter abschneiden als Deutschland. Zudem haben die Unterschiede zwischen verschiedenen Staaten so viele verschiedene Gründe, dass PISA hier ebenso wenig wie in anderen schulpolitisch umstrittenen Fragen zwingende Schlussfolgerungen zulässt (vgl. Kritik an den PISA-Studien).